"Zauberwasser" am Mauerwerk (2)
Unsichtbare Giftzwerge in Gebäuden
(isar bautenschutz).

Wenn Umweltgifte sich ins Wohnhaus einschleichen!
Seit wir von der mit PCP, Lindan, Piretrum, DDT, Asbest, Formaldehyd und anderen angereicherten Holzschutzmitteln ausgehenden Gefahr wissen, wurde das romantische Bild vom „Trauten Heim - Glück allein“ für einige Hauseigner und Mieter kräftig getrübt. Immerhin aber stellte sich so die Ursache für einige Beschwerden (Asthma, Bronchitis) sowie für manches diffuse Krankheitsbild (Beeinträchtigung der Luftwege, schlechter Schlaf, etc.) heraus, so dass sich über kurz oder lang Abhilfe schaffen ließ.

Inzwischen achten zuverlässige Bauunternehmen auf weitgehend +giftfreies+ Bauen und klären zudem über mögliche Risiken bei der Verwendung diverser Baustoffe, Farben und Schutzmittel auf. Doch nun lauert in Gestalt sogenannter Injektionsmittel für die Mauertrockenlegung ein neues Schreckgespenst im Gemäuer. Und wieder stellt sich heraus, dass die meisten nicht aus bereits begangenen Fehlern gelernt haben - oder es auch gar nicht wollen.

Kurzfristiger Profit steht für viele Geschäftsleute nach wie vor über eine langfristig gewährleistete Gesundheit der Kunden. Einige Hersteller suggerieren, dass ihre Produkte völlig ungiftig seien und führen als Beweis obskure Prüfungszeugnisse an, die von Materialprüfämtern oder ähnlichen Instituten stammen, die ihr Produkt als angeblich völlig ungiftig bestätigen. Dies trifft leider durchaus nicht immer zu ...

Vorsicht ist geboten!
Nach fast 30 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der Mauertrockenlegung, der Vermeidung bzw. Beseitigung des Hausschwamms sowie der Verwendung von Holzschutzmitteln kann ich vor unsachgemäßer, blauäugiger Handhabung chemischer Mittel aller Art nur immer wieder warnen! Viele Naturwissenschaftler, integre Prüfungsinstitute und Behördenvertreter der WTA (Wissenschaftlich-Technische-Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V.; sie fungieren u.a. als Mittler zwischen Hochschulen und Praktikern) haben dieses Urteil immer wieder bestätigt:

Zahlreiche Holzschutzmittel, Injektionsmittel u.ä. sind in die Kategorie Umweltgifte einzustufen. Schlagkräftige Beweise liefern zahllose Ergebnisse aus z.T. staatlichen Versuchslaboren. Eine enge Zusammenarbeit ist besonders auf diesem Sektor dringend notwendig, um auf lange Sicht Gebäude zu erstellen, die ebenso sicher wie weitgehendst schadstofffrei sind, um so die Gesamtbelastung der Gifte und Lösungsmittel zu reduzieren. Daher wurden auch einige fachkompetente Umweltschützer, staatliche Angestellte etc. auf den Plan gerufen, den Grad der Umweltbelastung zu überprüfen und gesundheitsfreundliche Alternativen aufzuzeigen.

Wer heute noch chemische Produkte für Mauertrockenlegung oder Gebäudesanierung ausschließlich auf Messen sucht und hierbei nur auf den tiefsten Preis achtet, der braucht sich nicht zu wundern, wenn es später zu gesundheitlichen Problemen, eventuell sogar zu dauerhaften gesundheitlichen Schäden kommt. Und am Ende ist oft der Schaden in jeder Hinsicht größer als die Geldsumme, die durch das kostengünstige Produkt eingespart wurde. Sicherlich ist man nie ganz dagegen gefeit, dass nicht doch das eine oder andere Produkt im Haus verbaut wird, welches möglicherweise in Verbindung mit anderen Produkten und Stoffen irgendwann als giftiger Hausgeist durchs Gemäuer spukt.
Man muss also ... zuverlässige Informationen einholen!


Abenteuer Trockenlegung! Wie der Autor schon über die Schäden am Mauerwerk schreibt, müssen derartige Prozeduren noch erweitert werden. Im Foto ersichtlich, bekommt auch das Erdreich reichlich vom „Zauberwasser“ ab! Wie dieses sich wohl auf die Qualität des Grundwassers ausübt?
Foto: SR

„Zauberwasser“ soll eben zaubern. Dieses Gemäuer wird auf keinen Fall „trocken“. Bei der Gebäudevoruntersuchung wäre einem Fachmann das Fallrohr als eine der Quellen für die Feuchtigkeit im Mauerwerk aufgefallen! Regenwasser setzt kontinuierlich das Mauerwerk „unter Wasser“.
Foto: SR

Quelle: Sanierungsratgeber